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Ausbildung - international
2012-01-20
Thema: Ausbildung - international
Drei Wochen in polnischen Handwerksbetrieben
Auszubildende der BZ Bildungszentrum Kassel GmbH und betriebliche Auszubildende absolvierten ein Auslandspraktikum
Längst gilt auch im Handwerk ein Auslandsaufenthalt als Karrierevorteil: Im Zuge der Globalisierung und des erweiterten Binnenmarktes gewinnt die internationale Ausrichtung für kleine und mittelständische Betriebe zunehmend an Bedeutung. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, benötigen künftig auch Handwerksbetriebe Mitarbeiter mit interkulturellen Kompetenzen. Neben dem Erwerb zusätzlicher Qualifikationen und dem Kennenlernen neuer Arbeitsabläufe fördert ein Praktikum im Ausland die Selbstständigkeit, das Selbstvertrauen, die Anpassungsfähigkeit, die Kreativität und den Initiativgeist der Auszubildenden.
Das BZ Kassel ermöglichte im Juli 2011 insgesamt 15 Auszubildenden ein dreiwöchiges Auslandspraktikum in Handwerksbetrieben im polnischen Poznan. Ein weiteres Praktikum ist für Juli 2012 geplant.
Von einer Sprachlehrerin und den Sozialpädagogen am BZ auf die polnischen Kultur, Geschichte und Sprache gut vorbereitet, machten sich die Auszubildenden aus den verschiedensten Berufen auf den Weg.
Partner in Poznan war die Handwerkskammer, Hauptgeschäftsführer Wika begrüßte die Praktikanten und fand lobende Worte für ihr Interesse, Betriebe in Polen kennen zu lernen. Für die sprachliche Verständigung und die Organisation des Praktikums vor Ort sorgte Anna Borowiak, HWK Poznan. Untergebracht waren die Auszubildenden in einem Internat der Eisenbahnschule Poznan.
Bereits am ersten Tag wurde die Selbstständigkeit der Praktikanten auf die Probe gestellt, denn sie mussten mit Hilfe von Stadtplänen die Wege zu ihren Praktikumsbetrieben selbst finden. „Insgesamt gelang die sprachliche Verständigung ganz gut, meist hatten sich die Handwerksmeister mit polnisch-deutschen Wörterbüchern in der Werkstatt auf die besondere Situation vorbereitet,“ sagten Sandra Becker und Johanna Matjak, die die Gruppe begleiteten. Praktikanten mit russischsprachigem Hintergrund hatten Vorteile, sie konnten ihre polnischen Kollegen besser verstehen.
Neben der Arbeit und weiterem Unterricht in polnischer Sprache und Geschichte gab es viele Angebote zur Freizeitgestaltung: Besichtigung des VW Werkes und des Stadions von Lech Poznan, in dem auch Spiele der Fußballeuropameisterschaft 2012 stattfinden werden, ein Sonntag am Maltasee mit Sommerrodelbahn, Kletterpark, Baden und Minigolf, der Besuch des großen modernen Zoos, ein Unterhaltungszentrum mit Indoor-Cart, Lasergames und Billiardspielen und vieles andere mehr.
Die Betriebe waren sehr zufrieden mit den Leistungen unsere Teilnehmer und die Betreuerinnen bei ihren Praktikumsbesuchen tief beeindruckt von dem hohen Qualitätsstandards der Produkte, der Vielseitigkeit mancher Betriebe und des guten, bisweilen familiären Betriebsklimas an den Arbeitsplätzen. Am Vorabend der Abreise gab es noch eine feierliche Verabschiedung im historischen Festsaal der Handwerkskammer und sogar zur Abreise am Bahnhof kamen gewonnen Freunde zum Abschiedsgruß.
Der Aufenthalt in Polen wird über das EU-Bildungsprogramm Leonardo da Vinci gefördert. Die Auszubildenden erhalten neben ihren Zeugnissen zusätzlich einen so genannten „Europass Mobilität“ der ihnen bei einer späteren Bewerbung Vorteile bringen soll: Der Europass bestätigt jedem Inhaber Mobilität, Selbstständigkeit und Durchsetzungsvermögen auch in einem anderen EU-Land.
Weitere Informationen:
BZ Bildungszentrum Kassel GmbH
Anja Scriba
E-Mail: a.scriba@bz-kassel.de
Tel.: 0561 / 9596-177

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