Zielsetzung und Hintergrund

Hintergrund

Die Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildungen im Handwerk sinkt, denn immer häufiger werden Ausbildungen abgebrochen. Ursache sind neben der Unzufriedenheit bei der Berufswahl, in erster Linie Konflikte im Betrieb. Mangelnde Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Präzision und fehlende Eigenverantwortung der Auszubildenden sind die häufigsten Ursachen für Konflikte in der Ausbildung, die oft zum Ausbildungsabbruch führen. Aber Ausbilder/innen und Führungskräfte können und sollten auf solche Situationen vorbereitet sein und sie beherrschen. Oft reichen kleine Anpassungen und eine klare Strategie, um notwendige Veränderungen anzustoßen und Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

Zielsetzung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert seit 2016 das Programm "Förderung sozialer Kompetenz in der dualen Ausbildung, insbesondere zur Integration von Flüchtlingen". Es unterstützt modellhafte Ansätze zur Stärkung der sozialen Kompetenzen von Auszubildenden und Ausbildenden. Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Motivation und Konfliktbewältigung spielen neben beruflichen Fachkenntnissen für die Unternehmen und deren Auszubildende eine immer wichtigere Rolle.

Mit der Stärkung der sozialen Kompetenz werden Qualität und Image der dualen Ausbildung gesteigert, vorzeitige Vertragsauflösungen reduziert und die Übernahmechancen für junge Menschen nach der Ausbildung deutlich erhöht.