Neues Projekt im BZ: Berufsorientierung für Flüchtlinge
Die Friseurwerkstatt ist Schalals erste Station. Der 23jährige stammt aus dem Irak und hat sich vor 18 Monaten als Flüchtling nach Deutschland durchgeschlagen. Die Arbeit macht ihm Spaß und obwohl er in seiner Heimat als Tischler gearbeitet hat, könnte er sich den Beruf des Friseurs für sich vorstellen. „Das macht mir großen Spaß“, erzählt er, „das einzige Problem sind die Sprachprobleme.“ Doch daran arbeitet er jeden Tag. Zumal das BOF-Projekt 10 Stunden pro Woche berufsbezogene Sprachförderung beinhaltet.
Ziel des Projekts
„Das BZ beteiligt sich am Berufsorientierungsprojekt, weil wir einen Beitrag zur Integration leisten und junge Menschen auf den Weg in einen attraktiven Handwerksberuf bringen möchten“, erklärt Oliver Donner, Koordinator des Projekts im BZ. Er begleitet die Teilnehmer während der Maßnahme, gibt Tipps und regelt die Werkstattbesuche jedes einzelnen.
Werkstatttage zur vertieften Berufsorientierung
BOF gliedert sich in eine neunwöchige Werkstattphase im BZ in den Bereichen Friseurhandwerk, Elektrotechnik, KFZ-Technik, Metall-Technik, Nahrungsmittelhandwerk, Farbe/Raumgestaltung sowie Baugewerbe und eine anschließende vierwöchige Praktikumsphase in einem Betrieb. Während der Werkstattphase können die Teilnehmenden bis zu vier Werkstätten im BZ kennenlernen, berufsbezogene Tätigkeiten erlernen und feststellen, ob der Beruf ihren Interessen, Neigungen und Fähigkeiten entspricht.
Der 23jährige Aman Gebre Teweldebrhan übt sich als erstes im Mauerbau. Noch ist die Arbeit ungewohnt und anstrengend für ihn, in Eritrea war Aman Schüler. Aber er ist froh, dass er am BOF-Projekt teilnehmen kann. Wo er das anschließende Praktikum absolvieren wird, steht noch nicht fest.
Im Sommer wird es voraussichtlich eine zweite Durchführung des Projekts geben. Bis dahin wird Ari Naif Schalal vielleicht schon einen Ausbildungsplatz gefunden haben. Sein Ziel ist es zunächst mal, „gut Deutsch zu lernen“ und im Bildungszentrum Kassel „möglichst viel zu lernen.“


